453. Jademond

Die ersten Lysten-Siedler erreichten im Jahr des 453. Jademondes die Ostküste. Nach jahrelanger Irrfahrt auf den Meeren durch schwere Stürme landete ihr Schiff nahe der Sangerbucht. Erkundungen des Landes und der Umgebung ließen keinen Zweifel daran bestehen, dass dies ein fremdes, völlig unerforschtes Land sein musste. Die Überlebenden des Martyriums errichteten Hütten und ließen sich an den südöstlichen Küstenstreifen nieder, da es keinerlei Hoffnung auf eine Rückkehr in die alte Heimat gab.

Zunächst schien es, als ob die neue Welt ein Ort des Friedens und des Miteinanders werden sollte. Doch in den darauffolgenden Jahren kam es zunehmend zu Missgunst und Streitigkeiten untereinander. Rivalitäten führten zu Gewalt und Tod. Die Auseinandersetzungen teilten die Siedler in verschiedene Lager. Es entbrannte ein erbitterter Machtkampf um die neuen Gebiete, um Regeln und Vorherrschaft.

 

453. - 457. Jademond

Das Volk der Alimanten bevölkerte den Kontinent bereits weit vor den Lysten und gilt als das einheimische Volk. Seine Ursprünge sind bis heute nicht gänzlich geklärt. Vermutet wird aber, dass es sich bei den Alimanten um Abkömmlinge der Yawen handelt, die viele Jahrhunderte vor den Alimanten den Kontinent besiedelten. Ebenfalls unklar ist, welche Schicksalswendung dazu führte, dass die Yawen verschwanden und ihre Hochkultur unterging.

Zu dem Zeitpunkt, als die Lysten-Siedler an den Ostküsten eintrafen, hatte das Volk der Alimanten bereits eine jahrhundertealte Kultur entwickelt, die sich hauptsächlich in den hohen Gebirgen im Norden erstreckte. Somit blieb ihre Existenz den Siedlern zunächst verborgen.

Die Alimanten hingegen beobachteten die Neuankömmlinge bereits seit den Tagen ihrer Ankunft. Doch entschieden sie, vorerst nicht einzugreifen und die Lysten zunächst gewähren zu lassen. Dieses Parallelleben ließ einige Jahre ins Land streichen, in denen die Alimanten das Volk der Lysten genauestens studierte. In der Vorstellung der Alimanten sollte jede Lebensform im Gleichgewicht mit der Natur und sich selbst leben. Das neue Volk hingegen verhielt sich maßlos. Sie vernichteten ganze Landstriche, um Siedlungen zu errichten. Die entstehenden Machtkämpfe untereinander hinterließen eine Spur der Verwüstung. Hütten wurden entzündet, die Feuer griffen auf Wälder über.

Im Jahr des 457. Jademondes beschlossen die Alimanten, sich den Lysten zu offenbaren und in den mittlerweile außer Kontrolle geratenen Konflikt einzugreifen.

Sie entsandten Vertreter ihres Volkes an die drei größten Dörfer der Lysten, in denen sich jeweils einzelne Herrscher aufgetan hatten.

 

457. - 595. Jademond - Die Jahre der Blütezeit

Die Ankunft der einheimischen Wesen schien die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Lagern der Lysten kurzzeitig zu unterbinden. Es erwachte Argwohn gegenüber dieser fremdartigen Spezies. Ihr Erscheinungsbild ängstigte viele Lysten, was wiederum dazu führte, dass die zerstrittenen Parteien näher zueinander rückten.

In den folgenden Jahren gelang es den Alimanten, durch geschickte Verhandlungen, das Vertrauen der unterschiedlichen Lysten-Stämme zu erlangen. Sie stellten jedem der Dorfvorsteher einen ihres Volkes zur Seite. In den sogenannten Blütezeiten errichteten sie im gemeinsamen Verbund die drei großen Reiche der Lysten. Eines im Westen, eines im Osten und eines zentral zwischen beiden gelegen.

Handelsrouten und eine einheitliche Politik, begleitet durch die Unterstützung der Alimanten, die weiterhin als Vertreter an den Königshöfen blieben, ermöglichten den drohenden Untergang der Siedler abzuwenden und etwas neues Großes zu schaffen.

Die Lysten-Reiche erblühten und wurden größer.

 

595. - 612. Jademond (Das dunkle Zeitalter)

In dieser Zeitspanne beginnt der Fantasy-Roman "Ethendi - Die Runenkriege" - Weitere Informationen zu diesem Zeitalter folgen in einem späteren Update...